EMOTIONAL BRANDING

Albert klickt sich auf der Suche nach dem ultimativen Geburtstagsgeschenk für seine Freundin unbeeindruckt durch unzählige Onlineshops. Dieses Jahr will er etwas ganz Besonderes verschenken und seine Freundin richtig überraschen. Da fällt ihm ein Video ein, in dem ein junger Mann seiner Frau ein Sternenbild mit Ort und Datum ihres Kennenlernens schenkt – die Frau bricht vor Freude in Tränen aus. Das will Albert auch.

Gefühle sind eng mit unseren Entscheidungen verknüpft. So spielen Emotionen eine große Rolle, wenn es um Kaufanreize und Branding geht. Sich von den anderen abheben und etwas Besonderes machen – das will jedes Unternehmen. In Wirklichkeit machen das aber die wenigsten. Warum? Weil es mit Risiko verbunden ist, weil es Arbeit und Umdenken erfordert. Doch nur mit Einzigartigkeit und dem Triggern von Emotionen, kann Neugier geweckt und Aufmerksamkeit gewonnen werden. Die Menschen wollen sich in Marken wiedererkennen, das Produkt muss ein Gefühl auslösen: „Das bin ja ich!“.

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Warum Sie auf Emotional Branding setzen sollten

Die Flut an Produkten und Services ist – gerade im Onlinehandel – für Konsumenten unüberschaubar geworden. Das führt dazu, dass Produkte zunehmend austauschbar werden. Immer gibt es wo anders etwas günstiger oder schneller zu erwerben. Was Ihnen als Unternehmer in dieser Lage helfen kann ist Emotional Branding. Wenn Sie mitreißende Geschichten erzählen und authentisch auftreten, möchten Konsumenten Teil Ihrer Marke sein und entscheiden sich aus diesem Grund zum Kauf Ihrer Produkte.

Ein Beispiel: Getränke die eine Lebenseinstellung vermitteln

Statt einfach nur den Durst zu stillen verspricht ein Getränkehersteller „Trink das und gehör‘ dazu!“. Personalisierte Flaschenbeschriftungen für sich selbst oder die Liebsten, Verpackungen wie Glas oder Dosen statt 0815-Plastik kauft man doch lieber. Das fühlt sich besser an und das sieht besser aus.

Auch im B2B-Bereich spielt die Emotionalisierung von Marken eine immer wichtigere Rolle. Was viele vergessen, auch hier stehen Menschen mit Gefühlen dahinter. Kaufen wir nicht lieber bei Unternehmen ein, die eine Geschichte erzählen?

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Bye Bye AIDA-Modell

Im AIDA-Modell (Attention, Interest, Desire, Action) wird davon ausgegangen, dass Marken zunächst zwingend die Aufmerksamkeit (Attention) des Kunden erlangen müssten, damit schlussendlich ein Kauf (Action) passieren kann.

Standpunkt des Emotional Branding ist aber, dass viele Botschaften unbewusst aber langfristig wahrgenommen werden und so beim Kunden ein emotionales Bild des Unternehmens zeichnen.

Checkliste für Ihr Emotional Branding

Wenn Sie Ihre Kunden dazu einladen möchten, Teil Ihrer Marke zu sein und sich emotional mit Ihrem Unternehmen verbunden zu fühlen, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

  • Wie immer im Marketing gilt auch hier: Kennen deine Zielgruppe. Welche Wünsche und Werte vertritt sie und mit welchen Emotionen können Sie Ihr Publikum am besten erreichen?
  • Kommunizieren Sie authentische Geschichten mit klaren Aussagen darüber, wofür Ihre Marke steht.
  • Wählen Sie passende Bild-, Farb- und Tonwelten, um ihre Aussage auch unabhängig vom gesprochenen oder geschriebenen Inhalt zu transportieren.
  • Wiederholen, wiederholen, wiederholen. Emotional Branding funktioniert nicht von heute auf morgen. Erst wiederholtes Hervorrufen derselben positiven Emotionen erschafft beim Kunden das gewünschte Markenbild

 

Fazit:

Ihre Produkte und Dienstleistungen müssen vor Einzigartigkeit und Emotionalität nur so strotzen. Erzählen Sie eine Geschichte und erschaffen Sie Möglichkeiten zur Personalisierung und Selbsterkenntnis, denn nur so können Sie sich von Ihrem Mitbewerb abheben.