Influenced by Influencers

INFLUENCER – eines der „Most Overused Words 2017“. Doch irgendwie kommt es einem doch so vor, als ob niemand so recht weiß, wie er den Hype um die Sympathieträger aus dem Netz in den markeneigenen Medienmix einbauen soll.

 Seit einigen Jahren bemerkt man einen stetigen Anstieg von Menschen, die durch ihre Aktivitäten in sozialen Medien eine so hohe Reichweite erzielen, dass diese Personen auch für Unternehmen interessant werden. Gewinnspiele, Produkt oder auch Hoteltests – Geld verdient wird im Bloggeruniversum durch Kooperationen mit verschiedensten Firmen.

Großes Potenzial für Unternehmen steckt in solch gemeinsamen Projekten vor allem, wenn das Produkt bzw. die Dienstleistung gut auf die Nische des Influencers abgestimmt ist. Vor allem unbekannteren Marken eröffnet sich dadurch ein Kanal, bei dem sich auch mit wenig Budget fundamentales Vertrauen aufbauen lässt. Denn auch wenn der Influencer keine schwindelerregend große Followeranzahl hat, einer solchen Empfehlung wird leichter Vertrauen geschenkt als einem klassischen Werbeversprechen.

B2C versus B2B

Im B2C-Bereich können hier leicht Geschichten gesponnen werden, die den Leser mitreißen und emotional berühren. Ein Beispiel hierfür bietet die Strategie von Sixt, bei der Influencern ein kostenloses Mietauto zur Verfügung gestellt wird und diese im Gegenzug inspirierende Reisebilder für ihre Kanäle gestalten und die Marke damit mit kreativen Content in Szene setzen. Das Extra: Neben dem vertrauensbildenden Effekt können die emotionalen Bilder der Storyteller auch international von Sixt weiterverwendet werden. Doch wie lassen sich solch eindrucksvolle Ergebnisse auch im B2B-Geschäft erreichen? Zu beachten ist hier vor allem, dass schon sehr viel früher Einfluss auf B2B-Influencer genommen werden muss, da der Kaufentscheidungsprozess viel länger ist. Auch, dass sich das persönliche mit dem beruflichen Entscheidungs- und Kaufverhalten vermischt, muss bei der Planung im Hinterkopf behalten werden. Branchenexperten, Speaker, Autoren von relevanten Publikationen oder Blogs können hier als Influencer dienen. Aber auch Angestellte, Partner, Kunden, Lieferanten sowie CEOs. Setzen Sie hier vor allem auf Klasse statt Masse.

Bis die Influencer-Blase aber platzen könnte, geht es wie bei den meisten Dingen im Leben vor allem ums Ausprobieren.