INSTAGRAM EATS SNAPCHAT

Eine App, in der Fotos und Videos nach 24 Stunden verschwinden, was bringt das?“ Das ist nur eine der Fragen, die Hardcore-Snapchat-User schon unzählige Male gestellt bekommen haben.

Was macht Snapchat so attraktiv? Sind es die Punkte Spontanität, Spaß am Gestalten von witzigen Inhalten mittels Stickern und Filtern oder die Möglichkeit schnell und unkompliziert etwas mitzuteilen, ohne lang herumschreiben zu müssen? Ein weiterer essentieller Punkt ist die emotionale Kommunikation, welche die App ermöglicht. Man ist quasi live dabei, wenn Freunde ein Konzert besuchen oder auf Urlaub sind. Und es macht Spaß, nein fast süchtig, Erlebnisse zu teilen

Authentizität – auch von Unternehmen – ist das, was User heutzutage wollen. Doch wie generiert man echten und unterhaltsamen Content möglichst kostensparend? Snapchat bietet hier eine Möglichkeit der Face-to-Face-Kommunikation mit Usern, die jedoch nach und nach von der Konkurrenz übernommen wird. Ganz vorne dabei: Instagram, das neben dem Dasein als Social-Media-Plattform nun auch ein 24-Stunden-Story-Feature mit ständig neuen Extras bietet. Die Innovationskraft von Snapchat hingegen lässt derzeit spürbar nach. Instagram hat vielleicht die Grundidee hinter Snapchat geklaut – verbessert diese aber auch ständig und bietet den Usern somit einen unendlichen Loop an Bildern, Videos und Erlebnissen. Live-Streaming, Boomerang und vieles mehr. Hallo Snapchat, wo bleibst du?

Was sich nun 2017 mit dem Gang von Snapchat an die Börse im Endeffekt verändert, wird sich zeigen. Bis dahin gilt für diesen Kommunikationskanal, den Wunsch der User nach digitaler Selbstinszenierung bestmöglich zu erfüllen.

 

Beispiele aus der Praxis

  1. WWF: „Don’t let this be my #LastSelfie“

Die Umweltorganisation WWF fordert User auf den Content zu teilen, zu spenden und Tierpartnerschaften zu übernehmen – so lange bis das jeweilige Bild wieder aus der Timeline verschwindet.

  1. REWE: Auf der Jagd nach Arbeitskräften

Via Snapchat wird der Arbeitsalltag verschiedenster Lehrberufe im REWE Konzern greifbar gemacht.

  1. MC Donald’s: Popularisierung von „my burger“

Tägliche Foto- und Videoinhalte unterstützen die Kampagne und sollen neben einem Kreativwettbewerb auch die Gestaltungsmöglichkeiten am POS-Gerät bei der Erstellung des eigenen Burgers anregen.