SMART HOME

Smarte Lautsprecher und Sprachassistenten: die Hype-Themen 2018. Das vernetzte Haus ist heute schon Realität. Ob Raumtemperatur, Licht, Heizung oder Luftqualität – all das kann per App gesteuert werden. Auch für Schlafzimmer und Badezimmer wird eifrig an der Optimierung des digitalen Zuhauses gefeilt. 

Google hat bereits 2016 das Konzept eines vernetzten Badezimmers patentieren lassen. Eine smarte Schlafstätte sammelt durch verschiedenste Sensoren Daten des Schläfers und stellt sich auf die entsprechenden Vorlieben und Erfordernisse ein. Bald wird der morgendliche Bad- und Toilettengang wohl zur Erkennung von Fitness und Gesundheit genutzt werden.

Gartenliebhaber und Umweltfreunde – aufgepasst!

Digitale Assistenten galten in der Anfangsphase vor allem als Entertainmentgadget. Doch der nächste Schritt geht klar in Richtung Energiemanagement und transparente Verbrauchskontrolle. Dies soll uns nicht nur helfen unsere technischen Geräte zu steuern, sondern auch die Umwelt und das Portmonee schonen. Was da noch alles kommt? Der smarte Fernseher zeigt den Inhalt des ebenso smarten Kühlschranks, der wiederum für die Menüplanung der Familie inklusive Rezepten zuständig sein wird. Natürlich abgestimmt auf individuelle Vorlieben und mögliche Intoleranzen. Die Herausforderung der Smart Home Geräte ist vor allem die Vernetzung von Systemen und Geräten unterschiedlicher Hersteller, sowie die Vereinfachung der Bedienung aller Smart Home Geräte über nur eine einzige App.

Auch für den Smart Garden wird fleißig an cleveren Geräten, Robotern und Apps gearbeitet. Hier stellt sich die Frage, wie weit sich der Mensch in Zukunft Aufgaben abnehmen lässt oder ob der digitale Outdoor-Butler „Gnome“, eigentlich ein Aprilscherz des Suchmaschinenriesen Google, vielleicht doch bald Realität werden könnte.

Sprachassistenten – unsere neuen Beschützer?

Durch die unglückliche Aneinanderreihung von aufgenommenen Wortfetzen wurde von Amazons Sprachassistent schon die ein oder andere Fehlbestellung getätigt. Doch nicht nur nützliche Skills, wie die Möglichkeit ein Auto zu buchen oder eine Pizza zu bestellen, stehen im Vordergrund. Das Deutsche UN Women Komitee hat den Prototypen eines smarten Lautsprechers „Echo of Help“ auf Basis der Amazon-Technik entwickelt und will damit auf häusliche Gewalt aufmerksam machen. Amazon selbst soll zum Handeln bewegt werden, da bis dato keine Funktion dieser Art in die schlauen Lautsprecher vom Unternehmensriesen integriert wurde. „Echo of Help“ richtet sich gezielt an Frauen bzw. an Opfer häuslicher Gewalt. Es soll zukünftig in Notsituationen zum Einsatz kommen und vielleicht sogar Leben retten können. Durch ein selbst definiertes Codewort wird ein stiller Alarm ausgelöst und eine hinterlegte Kontaktperson alarmiert. Derzeit gibt es jedoch noch keine Rückmeldung von Amazon dazu, ob das Feature eines stillen Alarms in naher Zukunft geplant ist.

Hinsichtlich Sicherheit werden auch Systeme zur Einbruchsicherung wie Geräusch-Imitationen, Sensoren an Fenstern und Türen und automatisierter Alarm intelligent miteinander vernetzt und lassen sich aus der Ferne steuern. Mehr zu den aktuellen Möglichkeiten von Smart Home Systemen lesen Sie auch auf Seite 12 im Artikel „Das homee Prinzip“.