WARENKORB-KILLER UND WIE MAN SIE VERMEIDET

Würde ein Onlineshop-Betreiber seinen Kunden beim Shoppen über die Schulter schauen, würde ihm manchmal sicher die Luft wegbleiben, wenn er sieht, dass seine Kunden knapp vor dem Kaufabschluss dann doch noch das Weite suchen.

Grund dafür sind die sogenannten „Warenkorb-Killer“. Sie verursachen je nach Branche eine Abbruchrate von 40–80 %. Wir erklären, auf welche Punkte innerhalb des Kaufprozesses Sie dabei besonders achten sollten, damit Warenkorb-Killer in Ihrem Shop keine Chance haben. Darüber hinaus erhalten Sie in diesem Artikel wertvolle Tipps, damit sich Ihre Kunden von Anfang bis Ende in Ihrem Onlineshop wohlfühlen und zu guter Letzt auch den Kauf abschließen.

Warenkorb-Killer

Die häufigsten Gründe für Warenkorbabbrüche

1. Kundenkonto – Pflicht?

Schnelle und einfache Kaufprozesse sind der Schlüssel für erfolgreiche Onlineverkäufe. Deshalb möchten viele Kunden nicht in jedem Shop direkt ein eigenes Kundenkonto anlegen. Bei einer Bestellung als Gast werden nur wirklich notwendige Informationen wie die Anschrift des Kunden oder dessen Bezahldaten abgefragt und schon ist der Kauf abgeschlossen. Wird der Kunde in dieser Situation dazu gezwungen, ein komplettes Kundenkonto zu erstellen, sämtliche Daten bekanntzugeben und sich ein Passwort auszudenken, kann dies schon ausreichen, um den Kaufvorgang abzubrechen. Der eben noch gut gefüllte Warenkorb wurde buchstäblich gekillt, der Kunde ist weg. Ein Kundenkonto sollte daher keine Voraussetzung sein, damit der Kunde in Ihrem Onlineshop bestellen kann. Bieten Sie die Möglichkeit an, auch als Gast (ohne Registrierung) zu bestellen.

2. Zahlungsmittel – Welche?

Stellen Sie sich vor, der Kunde möchte seinen Einkauf in Ihrem Onlineshop bezahlen, findet aber kein adäquates Zahlungsmittel im Checkout-Prozess. Viele Kunden sind nicht bereit, von ihren präferierten Bezahlmethoden abzuweichen. Daher ist auch hier die Chance, dass der Einkauf abgebrochen wird, besonders hoch. Stellen Sie daher unbedingt die gängigsten und beliebtesten Zahlungsmittel Ihres Zielmarktes zur Verfügung. Versuchen Sie herauszufinden, wie Ihre Kunden ticken und welche Zahlungsmittel besonders gerne genutzt werden. Achtung: Verkaufen Sie auch ins Ausland? Dann achten Sie bitte auch auf länderspezifische Zahlungsmittel und Währungen! So können Sie den Kunden auf den letzten Metern des Kaufprozesses optimal bedienen und mehr erfolgreiche Kaufabschlüsse verzeichnen.

3. Checkout – Extrakosten?

Oftmals fallen Versandkosten, extra Gebühren oder Steuern beim Kauf an. Sie sollten unbedingt darauf achten, den Kunden so früh wie möglich über alle eventuell auftretenden Zusatzkosten aufzuklären. Kommunizieren Sie diese Zusatzkosten von Beginn an – und nicht erst beim Checkout. Das könnte den Kunden verärgern und ebenfalls dazu führen, dass der Einkauf am Ende doch noch abgebrochen wird.

4. Checkout – Komplexität?

Ihr Checkout-Prozess sollte ansprechend aufgebaut und einfach bedienbar sein. Je mehr Klicks der Kunde im Checkout-Prozess machen muss, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabbruches. Vereinfachen Sie den Checkout-Prozess und reduzieren Sie auszufüllende Felder auf das Wesentliche. Moderne Bezahllösungen bieten hier viele Möglichkeiten, das Leben für Sie und Ihre Kunden zu erleichtern. So können Sie beispielsweise die Bezahldaten bereits registrierter Kunden sicher hinterlegen lassen. Der Kunde muss dann beim nächsten Einkauf nicht erneut seine Kartennummer o.ä. eintragen und der Checkout-Prozess wird zusätzlich beschleunigt.

5. Gütesiegel – Warum?

Schaffen Sie bei Ihrer Zielgruppe Vertrauen und platzieren Sie Gütesiegel in Ihrem Onlineshop. Diese geben darüber Auskunft, dass man unbedenklich in Ihrem Shop bestellen und bezahlen kann. Sie wissen nicht, welches Gütesiegel das passende für Sie ist? Gerne stellen wir hier Kontakt für Sie her – beispielsweise beim „Österreichischen E-Commerce-Gütezeichen“.

Warenkorb-Killer_vermeiden

 

Das sollten Sie tun

  • Verzichten Sie auf die Registrierungs-Pflicht.
    Zufriedene Kunden werden wieder in Ihrem Shop einkaufen und dann vielleicht auch ein Kundenkonto erstellen.
  • Optimieren Sie Ihr Zahlungsmittel-Angebot.
    Passen Sie die Auswahl an Ihre Zielgruppe und Ihr Vertriebsgebiet an.
  • Agieren Sie transparent.
    Kommunizieren Sie alle Gebühren und Zusatzkosten von Anfang an, damit Ihr Kunde keine böse Überraschung erlebt.
  • Keep it simple.
    Ihr Kunde will in wenigen Klicks zum Ziel kommen. Ein benutzerfreundlicher Aufbau Ihres Kaufprozesses hilft dabei.
  • Setzen Sie auf Gütesiegel.
    Damit sorgen Sie dafür, dass Ihr Kunde ein sicheres Gefühl beim Einkauf in Ihrem Shop hat.

 

Fazit

Warenkorb-Killer können erhebliche Umsatzeinbußen mit sich bringen. Doch Sie haben viele Möglichkeiten, es nicht so weit kommen zu lassen. Mit wenigen einfachen Schritten optimieren Sie Ihren Kaufprozess und sorgen für zufriedenen Kunden und steigenden Umsatz.