ZERO-CLICK-PAYMENT: UNSICHTBARES BEZAHLEN

Wir alle kennen dieses Gefühl. Wir finden online ein Schnäppchen, legen es in den Warenkorb und dann kommt irgendwann dieser unangenehme Schritt: das Bezahlen.

Payment Service Provider und Online-Händler haben in den letzten zehn Jahren intensiv daran gearbeitet, diese Phase des Einkaufes für den Konsumenten so angenehm wie möglich zu gestalten. Die One-Click-Experience, bei der nach Registrierung die Bezahldaten hinterlegt werden können und der Kunde mit nur einem Klick aktiv bezahlt, hat sich bei vielen Marktplätzen und Onlinehändlern wie Amazon bereits standardmäßig etabliert.

Doch die Branche ist innovativ und aktuell geht es Richtung Zero-Click-Payment, besser gesagt „Invisible Payment“. Man bestellt und im Zuge dessen hat man quasi auch schon bezahlt, ohne aktiv Zahlungsdaten eingegeben zu haben. Der Bezahlvorgang wird automatisch im Hintergrund ausgelöst.

 

 

Erfolgreich umgesetzt hat dieses Konzept bereits der Mitfahrdienst Uber in den USA. Dem Fahrgast werden in der App der voraussichtliche Preis und die mögliche Abholzeit angezeigt und bei Buchung der Fahrt ist der aktive Teil des Nutzers auch schon abgeschlossen. Die App trackt den Weg des Fahrzeuges und verrechnet genau diese Strecke. Der Fahrgast steigt am Ziel aus und im Hintergrund wird automatisch bezahlt. Bei der erstmaligen Registrierung muss der Kunde seine Bezahldaten einmalig eingeben und bei Abschluss der Fahrt werden diese dann herangezogen.

Invisible Payment wird im Moment primär von der technisch affinen Zielgruppe genutzt, findet aber langsam den Weg in die Masse. Amazon ist ebenso schon auf diesen Zug aufgesprungen und bietet den Amazon Dash Button an der so programmiert wird, dass mit nur einem Knopfdruck Waren des täglichen Gebrauchs, wie etwa Waschmittel, automatisch nachbestellt und bezahlt werden können.

Natürlich stellt sich dann auch die Frage „Wie behalte ich den Überblick?“, wenn Bestellungen bezahlt werden, ohne dass man davon aktiv etwas mitbekommt? Finanz-Apps geben hier den optimalen Echtzeitüberblick über den Kontostand und zeigen dem User alle Transaktionen transparent an. Zusätzlich werden die Nutzer ihre eigene „Sicherheitsmarge“ entwickeln, unter der Zahlungen automatisiert werden dürfen und über die man stets die Kontrolle behalten kann.

Je stärker das „unsichtbare Bezahlen“ genutzt wird, desto eher wird es alltagstauglich. Und in einigen Jahren, wenn sich „Invisible Payments“ etabliert hat, werden wir uns vermutlich wundern, wenn wir noch aktiv unsere Zahlungsdaten eingeben müssen – es geht schließlich viel einfacher!

 

Quellen: E-Commerce Magazin